Etikette

 

Dieser Abschnitt stellt Richtlinien für das Verhalten auf, das beim Golfspielen erwartet wird. Wenn diese Richtlinien eingehalten werden, können alle Spieler die größtmögliche Spielfreude erreichen. Das vorherrschende Prinzip ist, dass auf dem Platz stets Rücksicht auf andere Spieler genommen werden sollte.

 

Auch wenn viele Spieler Golf einfach nur als Freizeitspaß ansehen, so ist doch im Umgang mit anderen die notwendige Rücksichtnahme zu beachten und der eigene Egoismus oder die eigene Nachlässigkeit auf ein Maß zu reduzieren, dass andere Spieler nicht nachteilig dadurch betroffen sind.

Der „wahre Geist des Golfspiels“ (Spirit of the Game) Golf wird überwiegend ohne die Anwesenheit eines Schiedsrichters oder Unparteiischen gespielt. Das Spiel beruht auf dem ehrlichen Bemühen jedes einzelnen Spielers, Rücksicht auf andere Spieler zu nehmen und nach den Regeln zu spielen. Alle Spieler sollten sich diszipliniert verhalten und jederzeit Höflichkeit und Sportsgeist erkennen lassen, gleichgültig wie ehrgeizig sie sein mögen. Dies ist der „wahre Geist des Golfspiels“ (Spirit of the Game).

 

Wer bei einem versehentlichen Regelverstoß sagt „Es hat doch keiner gesehen”, der sollte sich diesen Absatz nochmals durchlesen. Es kommt nicht darauf an, ob andere etwas sehen, sondern es reicht aus, dass der Spieler es weiß, damit dieser sich die Strafe anrechnet.

Wer sich schon bei versehentlichen Verstößen so verhält, für den kommt ein vorsätzlicher Regelverstoß natürlich erst recht nicht in Frage. Stellen Sie sich einmal die Frage, wie viele Spieler Sie ohne Zähler 18 Löcher spielen lassen würden und ob die anderen Sie auch dazu zählen.

Spieler sollten sich vergewissern, dass niemand nahe bei ihnen oder sonst wie so steht, dass ihn Schläger, Ball oder irgendetwas (wie Steine, Sand, Zweige etc.), was beim Schlag oder Schwung bewegt wird, treffen könnten, wenn sie einen Schlag oder Übungsschwung machen.

Spieler sollten nicht spielen, bis die Spieler vor ihnen außer Reichweite sind. Spieler sollten immer auf Platzarbeiter in ihrer Nähe oder in Spielrichtung achten, wenn sie einen Schlag spielen, der diese gefährden könnte.

Schlägt ein Spieler einen Ball in eine Richtung, in der er jemanden treffen könnte, sollte er sofort eine Warnung rufen. Der übliche Warnruf in einer solchen Situation lautet „Fore“.

 

Gerade am ersten Abschlag ist hier Sorgfalt geboten, da dort oft viele Spieler stehen und meistens mehrere mit Probeschwüngen beschäftigt sind.

Auch wenn andere Menschen einige Meter entfernt stehen, darf nie ein Schläger in deren Richtung geschwungen werden. Neben Steinen, die in ihre Richtung fliegen können, kommt es nicht allzu selten vor, dass ein Schlägerkopf sich löst, der gravierende Verletzungen verursachen kann.

Ein Schlag, der in dem Wissen darum gemacht wird, dass andere Spieler dadurch gefährdet werden, kann (bzw. sollte) zur sofortigen Disqualifikation führen.

Nicht stören oder ablenken

Spieler sollten immer Rücksicht auf andere Spieler auf dem Platz nehmen und deren Spiel nicht durch Bewegungen, Gespräche oder vermeidbare Geräusche stören.

Spieler sollten sicherstellen, dass keine von ihnen auf den Platz mitgenommenen elektronischen Geräte andere Spieler ablenken. Auf dem Abschlag sollte ein Spieler seinen Ball nicht aufsetzen, bevor er an der Reihe ist.

Andere Spieler sollten nicht nahe oder direkt hinter dem Ball des Spielers oder direkt hinter dem Loch stehen, wenn dieser dabei ist, seinen Schlag auszuführen.

Auf dem Grün

Auf dem Grün sollten Spieler nicht auf oder nahe bei der Puttlinie eines anderen Spielers stehen oder ihren Schatten auf die Puttlinie werfen, wenn ein anderer Spieler spielt.

Spieler sollten in der Nähe des Grüns bleiben, bis alle Spieler dieses Loch beendet haben.

Aufschreiben der Schlagzahlen

Ein Spieler, der im Zählspiel als Zähler eingesetzt ist, sollte, falls notwendig, auf dem Weg zum nächsten Abschlag das Ergebnis des letzten Lochs mit dem Spieler abgleichen und aufschreiben.

 

Daraus ergibt sich, dass das Telefonieren nicht völlig verboten ist, aber so erfolgen muss, dass niemand dadurch gestört wird. Klingeltöne, die zu hören sind, während ein Spieler seinen Ball anspricht, können als schwerwiegender Etiketteverstoß mit Disqualifikation bestraft werden.

Die Tatsache, dass es nicht ausdrücklich verboten ist, macht es aber dennoch nicht zu einem erstrebenswerten Vorkommnis: Telefonieren in Anwesenheit anderer Spieler ist rücksichtslos und bedarf eines wichtigeren Grunds als einer alltäglichen Unterhaltung.

Es mag sehr interessant sein, den Break zu verfolgen, den der Ball des Mitbewerbers auf dem Grün nimmt, aber das muss aus einer Entfernung geschehen, die den Spieler nicht stört.

Das Grün sollte sofort nach Beendigung des Lochs verlassen werden. Falls man sich unsicher über die Schlagzahl auf dem betreffenden Loch ist, kann diese auf dem Weg zum nächsten Abschlag ermittelt werden.

Zügig spielen und Anschluss halten

Spieler sollten ein zügiges Spieltempo einhalten. Die Spielleitung kann Richtlinien zur Spielgeschwindigkeit aufstellen, an die sich alle Spieler halten sollten. Es liegt in der Verantwortung einer Spielergruppe, Anschluss an die Gruppe vor sich zu halten. Fällt sie ein ganzes Loch hinter der Gruppe vor sich zurück und hält sie die ihr folgende Gruppe auf, sollte sie dieser das Durchspielen anbieten, gleich wie viele Spieler in dieser Gruppe spielen. Falls eine Spielergruppe zwar kein ganzes Loch vor sich frei hat, es aber dennoch deutlich wird, dass die nachfolgende Spielergruppe schneller spielen kann, so sollte der nachfolgenden Gruppe das Durchspielen ermöglicht werden.

Auf den Schlag vorbereitet sein

Spieler sollten unmittelbar bereit sein, ihren Schlag zu spielen, wenn sie an der Reihe sind. Wenn sie auf oder nahe dem Grün sind, sollten sie ihre Golftaschen oder -wagen an einer Stelle abstellen, die es ihnen ermöglicht, schnell vom Grün zum nächsten Abschlag zu gelangen. Sofort nach Beendigung eines Lochs sollten die Spieler das Grün verlassen.

 

Langsames Spiel ist ein Grund, dass manche Spieler nicht mehr an Wettspielen teilnehmen. Das Problem ist weniger die Anzahl Schläge als viel mehr ein viel zu langsames Tempo zwischen den Schlägen. Wer nach dem Motto spielt „Ich lasse mich nicht hetzen”, der muss sich fragen lassen, wieso er sich das Recht herausnimmt, die Spieler hinter sich aufzuhalten. Diese sind vielleicht nur nicht in Sichtweite, weil sie die Hoffnung verloren haben, durchspielen zu dürfen.

Es macht keinen Sinn, dass alle drei Spieler erst nach links an den Fairwayrand zum Ball des ersten Spielers gehen und danach gemeinsam an den rechten Fairwayrand zum Ball des nächsten Spielers. Der Spieler des Balles rechts muss nach dem Schlag seines Mitbewerbers am linken Rand unmittelbar spielbereit an seinem Ball stehen.

Glaubt ein Spieler, dass sein Ball außerhalb eines Wasserhindernisses verloren oder im Aus sein kann, so sollte er, um Zeit zu sparen, einen provisorischen Ball spielen. Spieler, die einen Ball suchen, sollten nachfolgenden Spielern unverzüglich ein Zeichen zum Überholen geben, wenn der gesuchte Ball offensichtlich nicht sogleich zu finden ist. Sie sollten nicht zunächst fünf Minuten suchen, bevor sie überholen lassen. Ihr Spiel sollten sie erst fortsetzen, wenn die nachfolgenden Spieler überholt haben und außer Reichweite sind.

 

Man darf fünf Minuten suchen, aber man darf nicht

a) die Gruppe hinter sich 5 Minuten beim Suchen zuschauen lassen oder

b) einen Ball im Aus suchen, wo der Ball sowieso nicht gespielt werden dürfte

Sofern nicht von der Spielleitung anders bestimmt, wird das Vorrecht auf dem Platz durch das Spieltempo einer Spielergruppe bestimmt. Jedes Spiel über die volle Runde hat den Anspruch, dass ihm Gelegenheit gegeben wird, jedes Spiel über eine kürzere Runde zu überholen. Der Begriff „Gruppe“ bzw. „Spielergruppe“ schließt einen Einzelspieler ein.

 

Die frühere Regelung, nach der Gruppen auf Grund der Anzahl Spieler Vorrang haben, ist wenig hilfreich. Seit einigen Jahren gilt allgemein, dass die schnellere Gruppe Vorrang hat, jedoch kann jeder Golfclub hier seine eigene Regelung aufstellen.

Bunker einebnen

Vor Verlassen eines Bunkers sollten Spieler alle von ihnen oder in der näheren Umgebung von anderen Spielern verursachten Unebenheiten und Fußspuren sorgfältig einebnen. Ist eine Harke in der Nähe des Bunkers verfügbar, so sollte die Harke benutzt werden.

 

Wichtig: Die Etikette macht den Spieler auch für die Spuren anderer verantwortlich. Würden sich tatsächlich alle Spieler dieser Verantwortung stellen, hätte jeder wiederum nur noch seine eigenen Spuren zu beseitigen.

(Quelle: © 2010-2014 Deutscher Golf Verband e.V. / Alle Rechte vorbehalten)

 

 

Die Tradition spricht für den Hund!

Wenn tatsächlich schottische Schäfer das Golfspiel erfunden haben, war der Schäferhund wohl von Anbeginn mit dabei. Sogar in den ersten schriftlichen Golfregeln aus dem Jahr 1744 wurde der Hund erwähnt: Regel zehn besagte, „wenn der Ball durch eine andere Person, einen Hund oder ähnliches gestoppt wird, muss er so gespielt werden, wie er liegt.“ Ein Indiz, dass Hunde auf dem Golfplatz keine Seltenheit waren.

Damit die Integration Ihres Hundes am Renneshof problemlos abläuft, ist es notwendig, dass einige Platzregeln gelten!

  1. Hunde dürfen nur angeleint auf der Golfrunde mitgeführt werden.
  2. Die Anzahl der Hunde ist auf zwei Hunde pro Flight begrenzt.
  3. Während einer Turnierrunde sind Hunde nicht zugelassen.
  4. Bei Abschlägen und Annäherungsschlägen hat der Hund beim Trolley oder Bag zu bleiben.
  5. Der Hundebesitzer holt seinen liegengebliebenen Hund ab.
  6. Begrüßung von anderen Spielern per Shakehand ohne Störung durch den Hund.
  7. Ein fremder Hund wird am wartenden Hund ohne Störung vorbeigeführt.
  8. Der Hund sollte 10 Minuten am Bag oder Trolley bleiben können, während der Besitzer auf dem Grün ist.
  9. Er jagt keinem Golfball hinterher.
  10. Verunreinigungen müssen entfernt werden. Die Mitnahme von Kotbeutel ist zwingend notwendig!
  11. Die Anmeldung mit Hund erfolgt über das Sekretariat!

Wenn Sie einen Hund mitbringen, akzeptieren Sie, die volle Haftung bei Schäden gegen Menschen und Material zu übernehmen. Der Deutsche Golfverband unterstützt übrigens das Mitführen von Hunden auf dem Golfplatz.